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Schweizer Jodeln im globalen Rampenlicht

Schweizer Jodeln zieht weltweit Aufmerksamkeit auf sich. Die Schweiz bemüht sich um eine Aufnahme in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Die Schweizer Regierung hofft auf eine Entscheidung bis Jahresende. Gelingt es, wird diese einzigartige Tradition offiziell anerkannt.

Die Entwicklung des Schweizer Jodelns

Das Jodeln hat einen weiten Weg hinter sich. Was einst Bergbauern zur Verständigung diente, blüht heute in verschiedensten Musikrichtungen. Von Klassik über Jazz bis hin zu Country – Jodeln ist längst mehr als eine reine Alpen-Disziplin. US-Country-Künstlerinnen und ‑Künstler gehörten in den 1920er- und 1930er-Jahren sogar zu den ersten, die das Jodeln populär machten.

Die wachsende kulturelle Bedeutung des Schweizer Jodelns

Heute treten rund 12.000 Jodlerinnen und Jodler in der ganzen Schweiz auf. Sie gehören 780 Vereinen an, die alle im Eidgenössischen Jodlerverband organisiert sind. Die Hochschule Luzern – Musik bietet sogar Jodelkurse an. Manche nennen das Jodeln bereits die «fünfte Landessprache». Die Gesangstechnik mit ihren hohen Tönen nutzt «Klangfarben» aus Brust- und Kopfregister.

Besondere stimmliche Merkmale des Schweizer Jodels

Zwar wird auch in Österreich, Deutschland und Italien gejodelt, doch die Schweizer Variante hat einen eigenen Klang und enthält Texte. Diese Tradition entwickelt sich ständig weiter. Immer mehr Frauen mischen mit – ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen. Die Regierung arbeitet sogar daran, Jodeln in den Lehrplan der Primarschulen aufzunehmen.

Wird Jodeln in die UNESCO-Liste aufgenommen?

Bis Dezember werden wir wissen, ob das Jodeln in die UNESCO-Liste aufgenommen wird. Gelingt es, reiht es sich neben anderen ikonischen Schweizer Traditionen wie der Uhrmacherkunst und dem Alpabzug ein. Damit wäre sein Platz im globalen Kulturerbe gesichert.

Wird die Welt das Jodeln als kulturellen Schatz feiern oder bleibt es ein verborgenes Juwel der Schweizer Alpen? Bleibt dran – wir erleben gerade einen entscheidenden Moment der Musikgeschichte!